Elvira Bach (*1951)

Elvira Bach

„Wer Kunst macht, muss konsequent sein!“ Dieser Ausspruch Elvira Bachs kennzeichnet auch den Anspruch, den diese außergewöhnliche Künstlerin an sich und ihr Werk stellt. Dass sie ihm über drei Jahrzehnte gerecht geworden ist, macht die Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit ihrer Bilder aus. Die Treue zu ihren Grundthemen und Sujets ließen Elvira Bach als Modell und Beobachterin ihrer selbst zu einer Ikone der deutschen und internationalen Kunstszene werden. Nach ihrem Kunststudium an der Hochschule der Künste im Berlin der siebziger Jahre wurde sie vorübergehend zu den „Jungen Wilden“ um Rainer Fetting, Salomé, Bernd Zimmer, Luciano Castelli und Helmut Middendorf gezählt. Mit der Teilnahme an der Documenta 7, manifestierte sich Elvira Bachs künstlerisches Entwicklungspotential jenseits aller Etikettierungen und Klischees.

Als erklärte Einzelgängerin ist sie seitdem ihren eigenen Weg mit seltener Geradlinigkeit gegangen. Ihre großformatigen Frauenbildnisse schöpfen mit ihrem zupackenden Malgestus, einer aus Ungeduld und Bestimmtheit gleichermaßen herrührenden Intensität und hypnotischen Direktheit aus einem unbändigen Lebenswillen, der sich allen Ambivalenzen der Welt und der Künstlerin selbst stellt. Leidenschaft, Glück, Leid, Trauer, Angst, Einsamkeit: alle Facetten des Menschseins spiegeln sich in diesen Frauen(selbst)porträts mit ihrer Gratwanderung zwischen Maskierung und Enthüllung.

Elvira Bach ist aber nicht nur eine Chronistin ihres Lebens – von den Künstlertreffpunkten der frühen Jahre wie das Exil oder die Parisbar oder auch den späteren Einflüssen ihrer Aufenthalte in Afrika, über die Mutter-Kind-Bilder bis zu den ruhigeren, in ihrer Stille schon wieder beunruhigenden, Bildern der Gegenwart - , sie ist auch eine Entdeckerin geblieben, die Spannungen offen legt. Schon die frühen Bilder lassen keinen Zweifel daran, dass diese Frauen „sich ihrer Haut zu wehren wissen“.

Die Fähigkeit zu intensivsten Expressivität jeder Facette ihrer Identität und der gleichzeitigen Gewinnung eines distanzierenden nächsten Schrittes ermöglichen es Elvira Bach auch, eine Leichtigkeit zu gewinnen, die sich bisweilen in der selbstironischen Präsentation ihrer Alter Egos Bahn bricht. Augenzwinkernd, aber mit dem Ernst des echten Spielers, gehen unzähmbare Lebenslust mit klarem Wissen der Gefährdetheit des Glücks eine faszinierende Koalition ein.

Elvira Bachs Werk bleibt auch in Zukunft aktuell, weil der Mensch mit seinem Glauben, seiner Liebe und seiner Hoffnung das Maß aller Dinge sein wird, solange Menschen auf dieser Erde leben.

Vita Elvira Bach

  • 1951             |   in Neuenhain im Taunus mit ihrer Zwillings-
                              schwester Ingrid geboren            
  • 1967-1970  |   Staatliche Glasfachschule Hadamar

  • 1972-1979  |   Studium bei Hann Trier, Hochschule der Künste Berlin

  • 1972-1979  |   arbeitet an der Schaubühne am Halleschen Ufer
                              unter der Leitung Peter Steins als Requisieurin,
                              Foyerdame und Souffleuse

  • 1982             |   Artist in Residence, Santo Domingo
  • 1982             |   Teilnahme an der Documenta 7 in Kassel

  • 1983             |   Begegnung mit Alioune Lo, ihrem späteren Ehemann
                              und Vater ihrer Söhne

  • 1984             |   Geburt des Sohnes Lamine

  • 1986-1992  |   regelmäßiger Arbeitsaufenhalt im Senegal

  • 1992             |   Geburt des Sohnes Maodo

  • 1993             |   Wandgemälde im Fuldaer Gerichtsgebäude (Foyer)

  • 1997-2000   |   Arbeitsaufenthalt in Saint Lucia

  • ab 1998        |   Glasarbeiten in Murano (Italien) und Keramiken

  • 2000              |   Beschäftigung mit plastischen Großskulpturen

  • ab 2003        |   Bronzeskulpturen

  • 2009              |   neue Werkgruppe in Schwarzweiß   

Ausstellungsbeteiligungen Elvira Bach (ab 2008)

  • 2008   
    Summer Setting,
    Galerie Deschler, Berlin
    Treffpunkt,
    Frankfurter Kunstkabinett, Hanna Bekker vom Rath, Frankfurt am Main
    Punk is no innocence, Kunsthalle Wien (AT)
    Venice Projekts,
    Zentrum für zeitgenössische Kunst, Sonja Steinberger, Weikersheim
    Freshglas, exhibition of glass sculptures from the collection of Berengo Studio, Venice-Murano (I)
    Beddington Fine Art, Bargemon, France

  • 2009      
    Temporäre Kunsthalle Bad Saarow, Bad Saarow
    Der Mops im Rettungsring und andere Tiere,
    Frankfurter Kunstkabinett, Hanna Bekker vom Rath, Frankfurt am Main
    Frauenzimmer, Galerie Uwe Sackofksy, Heidelberg

  • 2010     
    Galeriejubiläum,
    Galerie Hölder | Am Obertor, Ravensburg
    Animal Magnetism , Galerie Deschler, Berlin

  • 2011      
    Drei Frauen
    Drei Kunstmalerinnen Drei Religionen, Botschaft des Königsreichs Marokko, Berlin;
    Museum Würth, Schwäbisch Hall
    Aller Zauber liegt im Bild. Zeitgenössische Kunst der Benediktinerabteil Maria Lach in der Sammlung Würth, Sammlung Würth, Schwäbisch Hall

  • 2013    
    Summer of paper,
    Galerie Biesenbach, Köln
    Mutterbilder,
    Galerie Michael W. Schmalfuß, Marburg
    Süd Ost 36, 1978
    79; Galerie Brennecke Berlin
    Sie. Selbst. Nackt. Paula Modersohn-Becker und andere Künstlerinnen im Selbstakt,
    Paula Modersohn-Becker Museum, Museen Böttcherstraße, Bremen

  • 2014   
    Glassammlung Eberhard Foest; Glasmuseum Rheinbach

  • 2015    
    Berlin London Contemporary Art by Women, Deutsche Botschaft, London (GB)
    Die 80er. Figurative Malerei in der BRD,
    Städelsches Kunstinstitut, Museum in Frankfurt am Main
    Geniale Dilettanten, Haus der Kunst, München
    Summertime,
    Galerie Michael W. Schmalfuß, Marburg

Einzelausstellungen Elvira Bach (ab 2008)

  • 2008   
    Zurück und Hin,
    Stadtgalerie Bad Soden
    Galerie Meier Arth am See, Arth am See (CH)
    Frauenmuseum, Bonn
    Beddington Fine Art, Bargemon (FR)

  • 2009   
    Galerie Jaeschke, Braunschweig
    Elvira Bach, Stefan Szczescny,
    Galerie Voigt, Nürnberg
    Galerie Udo Schmidt, Lüdenscheid
    Galerie Dr. Riedel, München

  • 2011  
    Residenz der Deutschen Botschaft, Rom (I)
    Laufsteg, Frankfurter Kunstkabinett, Hanna Bekker vom
    Rath, Frankfurt am Main
    Regensburger Kunstkabinett, Regenburg
    30 Jahre immer ich,
    Galerie Brennecke, Berlin
    Schloss & Gut Liebenberg, Löwenberger Land
    Von mir aus,
    Haus am Lützowplatz, Berlin
    Elvira Bach, Malerei und Skulpturen,
    F.G. Conzen, Düsseldorf
    Elvira Bach,
    Oberhessisches Museum, Gießen

  • 2012  
    Happy Hour,
    Galerie Anne Moerchen, Hamburg
    Besser geht´s nicht,
    Kunstförderverein Weinheim e. V., Weinheim
    Galerie Reitz, Köln
    Festspiel-Ausstellung, Galerie Weihergut, Salzburg (AT)
    Galerie Anne Malchers. Bergisch Gladbach
    Durch die Jahre,
    Pan kunstforum niederrhein, Emmerich

  • 2013   
    Galerie Stötzel-Tiedt, Goslar
    Galerie Neuheisel, Saarbrücken
    Ostsee-Galerie, Timmendorfer Strand
    Galerie im Unteren Schloss, Pähl
    Art 350 Gallery, Istanbul (TR)
    Kulturamt der Stadt Limburg, Limburg
    Kunstverein Oerlinghausen, Oerlinghausen

  • 2014    
    Kunsthalle Messmer, Riegel am Kaiserstuhl
    Galerie Michael W. Schmalfuß, Berlin
    Galerie Palz, Saarlouis
    Galerie Schiffler, Bad Soden
    Bürgerhaus der Stadt Verl, Verl
    Zeller Kunstwege, Zelle
    Senologiekongress, Berlin
    Kunstkreis Hameln, Hameln
    Galerie Anne Malchers, Bergisch-Gladbach
    Zimmermann & Heitmann, Dortmund
    Galerie Z, Landau

  • 2015   
    Galerie Hölder | Am Obertor, Ravensburg
    Galerie Hunold, Greven
    Galerie Michael W. Schmalfuß, Marburg
    Galerie Brennecke, Berlin
    Schloss Wallhausen, Wallhausen
    Galerie Schönhof, Jade 
    Galerie Linzergasse Weihergut, Salzburg (AT)
    Stiftung Burg Kniphausen, Wilhelmshafen
    Frankfurter Kunstkabinett Hannah Bekker vom Rath,
    Frankfurt am Main
    Galerie Neuheisel, Saarbrücken
    Museum für zeitgenössische Kunst − Dieter Kunerth,Ottobeuren 

 


 
 

Öffnungszeiten

1. April bis 12. November
Dienstag - Freitag von 11.00 - 16.00 Uhr
Samstag & Sonntag von 12.00 - 17.00 Uhr

5. Dezember bis 31. März
Donnerstag & Freitag von 11.00 - 16.00 Uhr
Samstag & Sonntag von 12.00 - 17.00 Uhr
Montag, Dienstag & Mittwoch geschlossen


Geöffnete Feiertage:

Ostermontag:                17. April 2017          
Himmelfahrt:                  25. Mai 2017    
Pfingstmontag:              05. Juni 2017
Maria Himmelfahrt:       15. August 2017
Tag d. dt. Einheit:           03. Oktober 2017
Reformationstag:          31. Oktober 2017
Allerheiligen:                  01. November 2017

Das Museum ist jeweils von 12:00 - 17:00 Uhr geöffnet!

Schließzeiten

24. April  2017 – 12. Mai 2017
wegen Ausstellungsvorbereitung geschlossen

13. November 2017 - 01. Dezember 2017
wegen Ausstellungsvorbereitung geschlossen




Geschlossene Feiertage:

Karfreitag:                       14. April 2017
Tag der Arbeit:                01. Mai 2017

 

Museum für zeitgenössische Kunst - Diether Kunerth

Marktplatz 14a
87724 Ottobeuren 

+49 (0) 8332 79 69 89 - 0
+49 (0) 8332 79 69 89 - 10
museum@ottobeuren.de
www.mzk-diku.de

 
 
 
Europäische Union
Bayerische Staatsregierung
Marktgemeinde Ottobeuren
Bezirk Schwaben
Landkreis Unterallgäu
Logo Landesstelle für nichtstaatliche Museen