Kathrin Landa (*1980)

Vita
2018-2026 Lehrauftrag Malerei/Grafik, Pädagogische Hochschule Weingarten
2025 Porträt von Doris König, Vizepräsidentin a.D. des Bundesverfassungsgerichts für die Ahnengalerie des Bundesverfassungsgericht Karlsruhe
2020 Mitglied des Aambulanz Kollektiv
2019 Gründerin des WPR (WomenPaintersRoom)
2015-2019 Initiatorin und Vorsitzende des MalerinnenNetzWerks Berlin-Leipzig (MNW)
2015 Kulturförderpreis der Städte Ravensburg und Weingarten
2015 2. Staatsexamen Studienrätin Kunst
2011 Dozentin für Porträtmalerei, Leipziger Sommerakademie Geburt Tochter
2008-2011 Wissenschaftlich/künstlerische Hilfskraft für Malerei/Grafik, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
2009 Porträt von Wolfgang Tiefensee, Bundesverkehrsminister a.D., für das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig
2006-2009 Meisterschülerstudium bei Prof. Annette Schröter, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
2008 1. Staatsexamen Studienrätin Kunst
2002-2006 Studium und Diplom der Malerei/Grafik bei Prof. Sighard Gille, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
2005 Studium der Malerei/Grafik, Ecole Nationale des Beaux Arts de Lyon
2000-2002 Studium der Malerei/Grafik bei Prof. Friedemann Hahn, Akademie der Bildenden Künste Mainz
"Der Mann als Modell"
In meiner Malerei steht der Mensch der Gegenwart im Zentrum. Über Monate lade ich Modelle in mein Atelier ein. In den oft stundenlangen Sitzungen entsteht eine unmittelbare Begegnung zwischen dem Gegenüber, seiner Lebenswelt und mir. Ich lasse Gespräche zu, folge Gedankenfäden, öffne Räume. So wächst allmählich, mit jedem weiteren Porträt, ein Panorama meines Blicks auf die Gesellschaft, in der ich mich bewege. Menschen aus unterschiedlichen Milieus, Berufen und Denkweisen werden Teil meines Werks.
Mich beschäftigt insbesondere, wie Rollenbilder wirken und welche Erwartungen sie erzeugen. Seit 2010 verfolge ich in der Serie „Fragile Helden“ die Frage nach dem Selbstverständnis von Männern heute. Das Spannungsfeld aus Stärke, Verantwortung und Verletzlichkeit zeigt sich in Haltung, Blick, Mimik und Gestik. Der Mann erscheint in seinen vielen Facetten: entschlossen und direkt, zugleich verwundbar, angreifbar, sinnlich. Vor dem Hintergrund einer Kunstgeschichte, in der das Modell und die Muse überwiegend weiblich sind, reizt mich die Umkehrung der Perspektive. Als Malerin beanspruche ich den subjektiven Blick: Der Mann wird zum Objekt meiner malerischen Untersuchung.
